Nutzungsbedingungen und AGB
Version 1.3 · Stand: 20. August 2026
Teil A
Nutzungsbedingungen für Karteninhaber
Diese Bedingungen gelten zwischen dir und Passly für die Nutzung deiner Stempelkarte. Wie wir mit deinen Daten umgehen, steht in der Datenschutzerklärung, Teil A.
A1. Wer was leistet
Passly stellt die technische Plattform bereit: die digitale Stempelkarte, das Zählen der Stempel und die Aktualisierung der Karte im Wallet. Das Treueprogramm selbst führt der Betrieb, bei dem du sammelst. Er legt fest, wie viele Stempel es für welche Belohnung braucht. Passly ist weder Verkäufer noch Anbieter der Belohnung und wird nicht Partei deines Verhältnisses zum Betrieb.
A2. Kostenlos und ohne Konto
Die Nutzung der Stempelkarte ist für dich kostenlos. Du legst kein Konto und kein Passwort an und gehst kein Abonnement ein. Es entstehen dir gegenüber Passly keine Kosten, abgesehen von allfälligen Gebühren deines Mobilfunkanbieters für die Datenverbindung.
A3. Technische Voraussetzungen
Du brauchst ein Smartphone mit Apple Wallet oder Google Wallet und beim Scannen eine Internetverbindung. Ob eine Karte auf deinem Gerät funktioniert, hängt vom Gerät, vom Betriebssystem und vom jeweiligen Wallet-Anbieter ab. Passly kann dafür keine Gewähr übernehmen.
A4. Stempel und Belohnungen
Stempel werden gutgeschrieben, wenn du den NFC-Tag oder QR-Code des Betriebs scannst. Zum Schutz vor Missbrauch gilt zwischen zwei Stempeln eine Wartezeit, die der Betrieb für sein Programm festlegt.
Deinen Anspruch auf eine Belohnung machst du beim Betrieb geltend, nicht bei Passly. Der Betrieb kann sein Programm ändern oder beenden; Passly hat darauf keinen Einfluss und schuldet dir keine Belohnung, keinen Ersatz und keine Auszahlung. Stempel sind kein Guthaben, haben keinen Geldwert, werden nicht ausbezahlt und sind nicht auf andere Personen übertragbar.
A5. Faire Nutzung
Du verpflichtest dich:
- bei der Registrierung zutreffende Angaben zu machen
- Stempel nur für tatsächlich getätigte Einkäufe oder Besuche zu sammeln
- keine Karten für andere Personen anzulegen und keine Mehrfachkarten zu nutzen, um die Wartezeit zu umgehen
- die Plattform nicht automatisiert abzufragen und keine Sicherheitsmechanismen zu umgehen
Bei begründetem Verdacht auf Missbrauch können der Betrieb oder Passly einzelne Stempel streichen oder die Karte sperren. Wir informieren dich soweit möglich über die Sperrung; du kannst dich dagegen unter team@getpassly.ch wenden.
A6. Verfügbarkeit
Wir bemühen uns um einen zuverlässigen Betrieb, schulden aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, technische Störungen oder Ausfälle bei Drittanbietern (etwa Apple Wallet, Google Wallet oder unseren Hosting-Anbietern) können die Nutzung vorübergehend einschränken. Kannst du in einem solchen Moment nicht stempeln, wende dich an den Betrieb; er kann den Stempel später nachtragen.
A7. Haftung
Passly haftet für Schäden, die vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht wurden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen, soweit das Gesetz dies zulässt. Nicht ausgeschlossen ist die Haftung für Personenschäden sowie in allen weiteren Fällen, in denen eine Beschränkung gesetzlich unzulässig ist; zwingende Rechte von Konsumentinnen und Konsumenten bleiben in jedem Fall vorbehalten.
Insbesondere haftet Passly nicht für Verpflichtungen des Betriebs dir gegenüber, namentlich nicht für die Gewährung, Einlösung oder Ausgestaltung von Belohnungen, und nicht für den Verlust einzelner Stempel infolge einer Störung. Verlorene Stempel tragen wir nach Möglichkeit gemeinsam mit dem Betrieb nach.
A8. Beendigung
Du kannst die Karte jederzeit aus deinem Wallet entfernen; damit endet die Nutzung. Willst du zusätzlich deine Daten gelöscht haben, schreib an team@getpassly.ch oder wende dich an den Betrieb. Beendet der Betrieb seinen Vertrag mit Passly, wird deine Karte im Wallet als ungültig markiert; gesammelte Stempel verfallen, ohne dass daraus Ansprüche gegen Passly entstehen.
A9. Änderungen dieser Bedingungen
Wir können diese Nutzungsbedingungen anpassen. Es gilt die jeweils auf dieser Seite veröffentlichte Fassung; das Datum oben zeigt den aktuellen Stand. Bist du mit einer Änderung nicht einverstanden, kannst du die Karte aus dem Wallet entfernen.
A10. Anbieter und anwendbares Recht
Vertragspartner ist Passly; die vollständigen Angaben zum Unternehmen und zur Adresse stehen im Impressum. Es gilt Schweizer Recht. Zwingende Gerichtsstände für Konsumentinnen und Konsumenten bleiben vorbehalten.
Teil B
AGB für Geschäftskunden
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln das Vertragsverhältnis zwischen Passly, Loïc Magnin, Bern, Schweiz (nachfolgend «Anbieter») und Betrieben, die den Passly-Dienst nutzen (nachfolgend «Geschäftskunde»). Der Dienst richtet sich ausschliesslich an Unternehmen und Selbständige, nicht an Konsumentinnen und Konsumenten. Abweichende Bedingungen des Geschäftskunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen schriftlich zustimmt.
Die Endkunden des Geschäftskunden, also die Personen mit einer Stempelkarte im Wallet (nachfolgend «Karteninhaber»), werden nicht Vertragspartei dieser AGB; für sie gelten die Nutzungsbedingungen in Teil A und die Datenschutzerklärung.
2. Leistungen
Der Anbieter stellt dem Geschäftskunden eine Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) zur Verfügung, mit der der Geschäftskunde digitale Stempelkarten für seine Kunden anbieten kann. Die Plattform umfasst insbesondere:
- ein Browser-Dashboard zur Verwaltung von Treueprogrammen, Kartendesign und Kunden
- digitale Stempelkarten für Apple Wallet und Google Wallet inkl. automatischer Karten-Aktualisierung
- Registrierung und Stempeln der Karteninhaber über NFC-Tags oder Registrierungslink/QR-Code
- Push-Mitteilungen an Karteninhaber (Karten-Updates sowie Angebots-Mitteilungen des Geschäftskunden, von Hand, geplant oder automatisch ausgelöst)
- Auswertungen und Statistiken zum eigenen Treueprogramm
Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif (Free, Pro, Business) gemäss der jeweils aktuellen Preisübersicht auf getpassly.ch. Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, Funktionen anzupassen, zu ersetzen oder einzustellen, sofern dadurch die wesentliche Nutzungsmöglichkeit des Dienstes nicht unzumutbar eingeschränkt wird.
Die Darstellung der Stempelkarten setzt ein kompatibles Wallet auf dem Gerät des Karteninhaber voraus (derzeit Apple Wallet und Google Wallet).
Der Anbieter stellt eine technische Infrastruktur zur Verwaltung digitaler Treueprogramme bereit. Er garantiert keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere keine bestimmte Anzahl zusätzlicher Kunden, Besuche, Umsätze oder Einsparungen.
3. Vertragsabschluss
Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Registrierung des Geschäftskunden bestätigt und das Konto freischaltet. Der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen. Mit Pilotkunden können individuell abweichende Konditionen vereinbart werden; diese gehen den AGB vor.
4. Preise & Zahlung
Es gelten die Preise der aktuellen Preisübersicht auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. des Tarifwechsels. Die Vergütung ist je nach gewählter Abrechnungsart monatlich oder jährlich im Voraus geschuldet und wird per Rechnung gestellt. NFC-Tags werden einmalig pro Stück gemäss aktueller Preisübersicht verrechnet. Alle Preise verstehen sich exklusive einer allfälligen Mehrwertsteuer.
Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens 30 Tage im Voraus an; sie gelten ab der nächsten Abrechnungsperiode. Ist der Geschäftskunde mit einer Preiserhöhung nicht einverstanden, kann er den Vertrag auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Nachfrist den Zugang zum Dienst sperren, bis die offenen Beträge beglichen sind.
5. Laufzeit & Kündigung
Der Free-Tarif ist unbefristet und kann von beiden Seiten jederzeit beendet werden. Kostenpflichtige Tarife haben eine Mindestlaufzeit von 4 Monaten; danach können sie von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat auf das Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die Kündigung bedarf mindestens der Textform (E-Mail an team@getpassly.ch).
Mit Vertragsende werden die ausgegebenen Stempelkarten in den Wallets der Karteninhaber als ungültig markiert. Bereits bezahlte Entgelte für nicht genutzte Zeiträume werden nicht zurückerstattet, ausser die Kündigung erfolgt wegen einer vom Anbieter zu vertretenden wesentlichen Vertragsverletzung.
6. Pflichten des Geschäftskunden
Der Geschäftskunde verpflichtet sich:
- bei der Registrierung wahrheitsgemässe Angaben zu machen und diese aktuell zu halten
- seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und den Anbieter bei Verdacht auf Missbrauch umgehend zu informieren
- die im Treueprogramm versprochenen Belohnungen gegenüber seinen Karteninhabern tatsächlich einzulösen
- keine rechtswidrigen, irreführenden oder Rechte Dritter verletzenden Inhalte zu verwenden (insbesondere in Programm-Namen, Kartendesign, Logo und Push-Mitteilungen)
- Push-Mitteilungen nur im Zusammenhang mit seinem Treueprogramm und seinen Angeboten zu versenden
- die Plattform nicht zu überlasten, nicht zweckzuentfremden und keine Sicherheitsmechanismen zu umgehen
- die anwendbaren Datenschutzbestimmungen einzuhalten und seine Karteninhaber transparent über das Treueprogramm zu informieren
Der Geschäftskunde ist allein verantwortlich für die Rechtmässigkeit, Richtigkeit und Aktualität der von ihm bereitgestellten Inhalte, Angebote, Belohnungen und Kommunikation gegenüber Karteninhaber. Er verantwortet insbesondere, dass seine Push-Mitteilungen den Vorgaben zu unerwünschter Werbung entsprechen (insbesondere Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG); dies gilt ebenso für Mitteilungen, die er automatisch auslösen lässt, samt der von ihm dafür gewählten Anlässe und Texte.
Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstössen kann der Anbieter das Konto nach vorheriger Abmahnung, in dringenden Fällen auch sofort, sperren oder den Vertrag fristlos beenden.
7. Daten der Karteninhaber & Datenschutz
Für die Personendaten seiner Karteninhaber (Identifikationsdaten wie Vor- und Nachname, optional weitere Merkmale wie Geburtsdatum, sowie Stempel- und Einlösedaten) ist der Geschäftskunde die verantwortliche Stelle; der Anbieter bearbeitet diese Daten als Auftragsbearbeiter. Ergänzend gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Bestandteil dieses Vertrags ist. Der Umgang mit Personendaten ist in der Datenschutzerklärung beschrieben. Der Geschäftskunde darf die über Passly erhobenen Daten der Karteninhaber nur im Rahmen seines Treueprogramms und der anwendbaren Datenschutzgesetze verwenden.
Der Geschäftskunde stellt sicher, dass er über eine ausreichende Rechtsgrundlage für die Bearbeitung der Daten der Karteninhaber verfügt und seine Informationspflichten erfüllt.
8. Verfügbarkeit & Support
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote (kein SLA). Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt. Support wird per E-Mail geleistet; der Anbieter bemüht sich, Anfragen innert zwei Arbeitstagen zu beantworten. Ein Anspruch auf eine bestimmte Reaktions- oder Behebungsfrist besteht nicht. Für Pilotkunden gilt der Dienst ausdrücklich als «in Entwicklung».
Die Verfügbarkeit kann insbesondere durch Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern beeinflusst werden (z. B. Apple Wallet, Google Wallet, Hosting- und Infrastrukturanbieter). Der Anbieter übernimmt hierfür keine Garantie.
9. Geistiges Eigentum & Nutzungsrechte
Sämtliche Rechte an der Plattform, ihrer Software und ihren Inhalten verbleiben beim Anbieter. Der Geschäftskunde erhält für die Vertragsdauer ein nicht ausschliessliches, nicht übertragbares Recht, die Plattform für seinen eigenen Betrieb zu nutzen. Der Geschäftskunde räumt dem Anbieter das Recht ein, die von ihm bereitgestellten Inhalte (z. B. Logo, Betriebsname, Kartendesign) zur Erbringung der Leistung zu verwenden, insbesondere zur Darstellung auf den Stempelkarten. Der Geschäftskunde sichert zu, über die dafür nötigen Rechte zu verfügen.
Der Geschäftskunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die daraus entstehen, dass vom Geschäftskunden bereitgestellte Inhalte Rechte Dritter verletzen.
10. Gewährleistung & Haftung
Der Anbieter stellt die Plattform in ihrem jeweiligen Zustand zur Verfügung. Er gewährleistet keine ununterbrochene, fehlerfreie oder jederzeit verfügbare Nutzung der Dienste.
Der Anbieter haftet für Schäden, die vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht wurden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit wird, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
Eine Haftung für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, entgangene Einsparungen, Reputationsschäden, Datenverluste oder Ansprüche Dritter wird, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
Die Haftung des Anbieters ist, soweit gesetzlich zulässig, auf die vom Geschäftskunden während der letzten sechs Monate vor Eintritt des schädigenden Ereignisses bezahlten Nutzungsgebühren beschränkt.
Der Anbieter haftet nicht für Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern, insbesondere Hosting-, Infrastruktur- oder Plattformdiensten wie Apple Wallet und Google Wallet, sofern diese nicht durch den Anbieter verursacht wurden.
Der Anbieter haftet nicht für Verpflichtungen des Geschäftskunden gegenüber seinen Karteninhabern, insbesondere nicht für die Gewährung, Einlösung oder Ausgestaltung von Belohnungen, Rabatten oder Angeboten.
11. Datenherausgabe nach Vertragsende
Nach Vertragsende werden die Daten des Geschäftskunden und die im Auftrag bearbeiteten Daten der Karteninhaber innert 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Von der Löschung ausgenommen sind technische Sicherungskopien, die im Rahmen regulärer Backup-Zyklen überschrieben werden. Der Geschäftskunde kann vor Ablauf dieser Frist einen Export seiner Daten anfordern.
12. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB anpassen. Wesentliche Änderungen werden dem Geschäftskunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Geschäftskunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die Änderungen als genehmigt; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen. Bei Widerspruch kann jede Partei den Vertrag auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens beenden.
13. Schlussbestimmungen
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirtschaftlich möglichst gleichwertige Regelung. Der Anbieter kann den Vertrag im Rahmen einer Unternehmensnachfolge auf einen Rechtsnachfolger übertragen. Der Geschäftskunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne vorherige Zustimmung des Anbieters nicht übertragen.
Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts und des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG). Gerichtsstand ist Bern, Schweiz; zwingende Gerichtsstände bleiben vorbehalten.